Janusz-Korczak-Schule
Schullogo
Streitschlichtung an der Janusz-Korczak Schule
Seit 2004 fürt die Janusz-Korczak Schule in Kooperation mit dem DKSB Streitschlichter-ausbildungen durch. Jedes Schuljahr wird eine Gruppe von 14-16 jährigen Schüler/innen über ein Schuljahr zu Streitschlichter/innen ausgebildet. Neben der Streitschlichterausbildung stehen die Stärkung des Selbstbewusstseins der Schüler/innen und ein gutes soziales Miteinander im Vordergrund. Nach der Ausbildung stehen die Streitschlichter/innen den Schüer/innen der unteren Klassen in den Pausen zur Streitschlichtung zur Verfügung. Die Streitschlichter/innen werden an der Janusz-Korczak Schule von der Förderschullehrern Frau H. Dietrich und Herrn V. Grans vom DKSB betreut.
Konzept der Übermittagsbetreuung an der Janusz-Korczak-Förderschule in Voerde/Möllen
Seit Februar 2009 bietet die Janusz-Korczak-Schule in Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbund Ortsverband Dinslaken-Voerde e.V. eine pädagogische Übermittagsbetreuung durch das Programm „Geld oder Stelle“ an. Die Idee mit dem Kinderschutzbund als Träger zusammenzuarbeiten begründet sich aus einer 6jährigen Zusammenarbeit zwischen beiden Partnern. Es gab bereits eine Zusammenarbeit in mehreren Projekten an der Schule, wie Streitschlichterausbildung, Sprachförderung, Jungenarbeit und soziales Kompetenztraining. Die Konzeptidee ist eng an das besondere Schülerklientel angepasst. Aus diesem Grunde begannen beide Partner mit zwei Arbeitsschwerpunkten in der Anfangsphase.
Der erste Schwerpunkt „Bewegung und Kreativität“ besteht aus Angeboten in den Bereichen:
- Sport und Bewegung
- Basteln, Gestalten, Werken
- Musik und Theater
Die Angebote des zweiten Schwerpunktes „Soziales Lernen und individuelle Förderung“ sind:
- Soziales Kompetenztraining
- Hausaufgabenbetreuung
- Individuelle Förderangebote (verstärkt in den Bereichen Deutsch und Mathematik)
- Berufsvorbereitung
Diese Aufgaben werden in Kooperation von beiden Partnern im Nachmittagsbereich angeboten, wobei die Projekte und Arbeitsgemeinschaften gemeinsam mit Fachkräften des Kinderschutzbundes und dem Lehrerpersonal durchgeführt werden.
Die pädagogische Übermittagsbetreuung ist im Februar 2009 angelaufen. Durch qualifizierte und dem Schülerklientel angepasste Arbeit sind die Anmeldezahlen stetig gestiegen. Durch Infoabende mit den Eltern, Betreuern und dem Lehrerpersonal wurden immer mehr Kinder in der Übermittagsbetreuung angemeldet.
1. Grundsätze des pädagogischen Konzepts:
Im Mittelpunkt unser pädagogischen Arbeit steht das einzelne Kind mit seinem individuellen Förderbedarf, seinen Interessen, seinen Bedürfnissen und seinem familiären Hintergrund. Aufgrund unserer Schulform sehen wir einen besonderen Förderbedarf bezüglich der Kinder aus dem ES-Bereich aus den Klassen 1 – 6. Schulische Bildung, Betreuung und Erziehung sollen dazu dienen, das Kind individuell zu fördern und zu stärken sowohl in seiner kognitiven als auch in seiner sozialen Kompetenz. Um die soziale Kompetenz der Kinder aufzubauen und zu stärken müssen die Kinder an Regeln und deren Einhaltung herangeführt werden. Der kooperative Umgang in den altersgemischten Gruppen fordert zur Bindung an Verabredungen und Arbeits- und Gruppenregeln auf und zielt auf einen angemessenen Sprachgebrauch. Die Kinder haben während der Betreuung die Möglichkeit, unterschiedliche und vielfältige soziale Kontakte aufzubauen.
Damit die individuelle Förderung und Stärkung der gesamten Persönlichkeit gelingt, benötigen die Kinder neben den fachlichen Projekten Freiräume für nicht angeleitete Beschäftigung und für spielerisches Lernen, damit sie ihre eigene Kreativität entwickeln können und soziale Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit anderen Kinder erleben können.
Ziel ist es, mit unseren Angeboten die Lernchancen und die Zukunftsaussichten der Schüler zu verbessern und sie sozial angemessen handlungsfähig zu machen. Mit Hilfe unserer Angebote soll ihnen eine Chance geboten werden, sich selbst zu erleben und ein realistisches Selbstbild aufzubauen. Aufgrund der meist problematischen Hintergrundgeschichte der Kinder ist es notwendig, ihnen im schulischen und außerschulischen Bereich eine Verbesserung der Lebensperspektive zu ermöglichen.
Um die dargestellten Ziele zu erreichen, benötigen die Kinder verlässliche Beziehungsangebote und ein Stammpersonal, das ihnen feste Bindungen anbietet. Die Betreuungsmitarbeiter sind verantwortlich für das Klima in der Gruppe. Sie haben dafür zu sorgen, dass allen Kindern eine Atmosphäre geboten wird, in der sich die Kinder wohl fühlen, geschützt sind und sich positiv entfalten können, eine Voraussetzung, die ihnen oftmals durch ihre Familien nicht gewährt werden kann.
1.2 Hausaufgabenbetreuung:
Aufgrund der meist problematischen Hintergrundgeschichte, familiären Situation und vorhandenen Lernschwäche der Kinder ist die Hausaufgabenbetreuung für viele Schüler ein wichtiges Angebot, da sie im häuslichen Bereich nur eingeschränkte Möglichkeiten der Unterstützung finden, bzw. oftmals kaum Raum zur Erledigung ihrer Hausaufgaben haben.
Die fördernde Hausaufgabenbetreuung erfolgt in Kleingruppen, angeleitet von einer Fachkraft und weiteren qualifizierten Honorarkräften des sozialen Trägers (DKSB), in festen Räumlichkeiten. Regelmäßiger Kontakt zu den Klassenlehrern ermöglicht den Informationsfluss, gewährleistet spezielle Fördermaßnahmen für einzelne Kinder, die in bestimmten Bereichen Defizite haben, oder für schnell lernende Kinder, die weiterführend angeleitet werden. Die Fachkraft steht neben dem ständigen Lehrerkontakt auch in Kontakt mit den Erziehungsberechtigten, um den Informationsaustausch aufrecht zu erhalten.
1.3 Förderangebote/Arbeitsgemeinschaften (AG`s):
Täglich werden von Fachkräften, Honorarkräften und Lehrern unterschiedliche Förderangebote und AG`s angeboten. Diese dienen der individuellen Förderung der Kinder und sind deshalb breit angelegt. Die AG´s und Förderangebote finden in Kleingruppen von 5–8 Kindern statt.
Die Angebotsbreite reicht u.a. von sportlichen (auch erlebnispädagogischen) Aktivitäten, kreativ-musischen Bereichen bis zur Vermittlung von sozialen kulturellen Werten.
Die Förderangebote und AG´s werden in jedem Schulhalbjahr den Bedürfnissen der Kinder angepasst.
Überblick der Förderangebote und AG´s:
- Mädchengruppe - Kultur-AG
- Jungengruppe - Tanz-AG
- Musik - Theater-AG
- Kreativgruppe - Ballspiele-AG
- Einrad-AG - Kletterprojekt
- Coolness-AG (Anti-Aggressionstraining) -Experimenten-AG (naturwiss.)
- Koch-Gesundheits-AG
- Werk-AG
Neben den aufgeführten Förderangeboten und AG´s gibt es weiter individuelle Maßnahmen für einzelne Kindern, beispielsweise Deutsch- (besonders Kinder mit Migrationshintergrund) oder Matheförderung. Diese werden in Absprache mit den Klassenlehrern und nach Bedarf eingerichtet.
Die Angebote fördern die individuelle Begabung der Kinder auf dem angesprochenen Gebiet und darüber hinaus die allgemeine soziale Entwicklung. Geleitet werden die Kurse vom Personal der Betreuung und von Sonderpädagogen der Schule.
Die Kinder erfahren eine sinnvolle Freizeitgestaltung, die ihre Bedürfnisse und Interessen berücksichtigt. Die Ausübung geht über die Zeit in der offenen Ganztagsschule hinaus und zeigt den Schülern Wege auf, sich auch nach der Schulzeit in örtlichen oder wohnortnahen Sportvereinen und in der Jugendarbeit zu engagieren.
1.4 Schülerverpflegung
Die Kinder erhalten täglich eine gesunde warme Mahlzeit zu festgelegten Zeiten in der Gruppe in familiärer Atmosphäre. Das Mittagessen wird im Rahmen des Projektes „Schüler kochen für Schüler“ in Kooperation mit der Schule täglich frisch und gesund unter Anleitung einer Fachkraft (Hauswirtschafterin) zubereitet. Dieses Projekt wird zur Zeit von der Faure-Stiftung und der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe unterstützt. Mit diesem Projekt werden auch Schüler aus dem Sek. 1-Bereich hauswirtschaftlich gefördert. Diese haben die Möglichkeit sich für die Schule zu engagieren und sich verantwortungsvoll zu zeigen. Die Schüler erhalten zudem in diesem Projekt eine Hygieneschulung und fachliches Wissen zum Thema „gesunde Ernährung“. Durch dieses Projekt ist es möglich, die Mahlzeiten zu einem wesentlich günstigeren Preis anzubieten. Es soll allen Kindern die Möglichkeit geboten werden, an dem wichtigen, gesunden und familiären Mahlzeiten teilzunehmen.
Das gemeinsame Mittagessen stellt einen wichtigen Beitrag im Rahmen der sozialen Erziehung dar. Die Kinder lernen, sich angemessen zu verhalten und erleben Esskultur und Rituale. Die Kinder übernehmen Verantwortung mittels eines Tischdienstes für den geordneten Ablauf der Mahlzeiten.
Besonders hervorzuheben ist, dass die Mahlzeit in der Schule für viele Schüler die einzig warme und geregelte Mahlzeit am Tag ist, dies kann auf die häuslichen und familiären Probleme zurückgeführt werden. Neben der warmen Mahlzeit werden die Kinder ebenfalls mit gesunden Vor- bzw. Nachspeisen, Sprudelwasser und Tee versorgt.
1.5 Elternarbeit
Die Übermittagsbetreuung profitiert auch davon, dass Eltern unterstützend mitwirken. Das Personal des DKSB berät die Eltern bei Bedarf in erzieherischen und sozialen Fragen. Die Eltern werden über die Mitarbeiter mit Hilfe eines „Smiley-Punkte-Systems“ über den Tagesablauf der Kinder informiert. Dies ermöglicht, dass mit den Eltern gemeinsam Belohnungs- oder Sanktionsmaßnahmen abgesprochen werden können. Die Elternarbeit soll mit Hilfe von Elternabenden weiter angeregt werden.
Bei auffälligen Kindern werden nach Absprache mit den Lehrern Beobachtungsbögen geführt. Diese dienen als Grundlage für Beratungsgespräche. Die Schule, der Sozialträger und die Eltern befinden sich im ständigen Kontakt, um den Informationsaustausch aufrecht zu erhalten. Der Träger stellt bei Bedarf auch den Kontakt zu anderen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen sowie zu anderen Organisationen her und nimmt eine vermittelnde Rolle ein.
1.6 Gesellschaftliche Eingliederung
Durch das meist auffällige Verhalten des Schülerklientel haben die Kinder im außerschulischen Bereich wenig soziale Kontakte in anderen Freizeitorganisationen und können oftmals keine sozialen Kontakte aufbauen. Ziel ist es, die Kinder im Rahmen der Betreuung in andere Freizeitorganisationen einzugliedern. Dies geschieht, wie bereits erwähnt, durch eine intensive Arbeit am Sozialverhalten und durch die Kooperation mit Freizeitorganisationen. Bisher wurde bereits Kontakt zum Jugendzentrum Voerde (Pro Jugend), zu der städtischen Streetworkerin (Fr. Hermann) und Sportvereinen im Nahraum aufgenommen. Neben schulischen Angeboten und Aktivitäten haben viele Kinder meist keine sinnvolle und ihren Bedürfnissen entsprechende Freizeitbeschäftigungen nach Schulschluss. Die Kinder sollen die Gesellschaft positiv erleben und an das gesellschaftlich-aktive Leben herangeführt werden.
1.7 Evaluation
Die Arbeit in der Betreuung hat eine besondere pädagogische Qualität. Sie muss sich auf Alter, Interessen und Bedürfnisse einer breiten Schülergruppe einstellen. Die Qualität der Betreuungsarbeit muss vom Personal eigenverantwortlich evaluiert werden. Es sind eine gute Teamarbeit und regelmäßige Teambesprechungen sowie Absprachen nötig. Innerhalb der Schule findet ein ständiger Austausch statt. Das Personal des offenen Ganztags ist an Lehrerkonferenzen sowie Fortbildungen beteiligt.
2. Öffnungszeiten
Die Betreuung beginnt ab 11:30 und endet um 16:00 Uhr. Je nach Bedarf werden unsere qualifizierten Mitarbeiter des DKSB auch in den Klassen im Vormittagsbereich eingesetzt.
3. Räume
Die Betreuung hat innerhalb der Schule feste Räume zur Verfügung. Die Räume sind so gestaltet, dass ein Ort des Lernens und der sozialen Interaktion gegeben ist. Bücher, Computer, Spiele und Bastelmaterialien regen zum Lernen und zur selbstständigen Auseinandersetzung an. Weitere Räume der Schule wie die Aula, die Sporthalle, der Werkraum, die Schulküche, der Leseraum und der Informatikraum werden und können nach Absprache jederzeit benutzt werden. Dies gilt auch für das Außengelände (Schulhof, Schulgarten) der Schule.
4. Personal
In der Übermittagsbetreuung arbeiten Fachkräfte, Honorarkräfte (z. B. auswärtige Musiklehrer, Erzieher und Übungsleiter), Studenten aus dem sozialen Bereich, Heilpädagogen, Schulsozialarbeiter, Hauswirtschafterinnen sowie Sonderpädagogen der Schule. Das gesamte Personal wird nach dem Bedarf der Kinder gezielt und flexibel eingesetzt. In Kooperation mit der Schulleitung und den Sonderpädagogen (Lehrerinnen und Lehrer) werden die pädagogischen Aktivitäten abgesprochen und abgeglichen. Das gesamte Personal und alle Mitarbeiter verfolgen das ganzheitliche Erziehungskonzept. Die verantwortliche Leiterin ist Petra Zerbe.
5. Kooperationspartner
Dem DKSB ist es gelungen, ein Netzwerk zu anderen Organisationen aufzubauen. Zu den Kooperationspartner gehören:
-Grundschulen der Stadt Voerde
-Realschule Voerde (Nutzung der Kletterwand im Rahmen des Ketterprojektes)
-Jugendzentrum Voerde (Pro Jugend)
-Sport- und Turnverein in Voerde und Dinslaken
-Streetworkerin Frau Hermann
-Musikschule Rolles aus Dinslaken
-Gemeinde Möllen (aktive Mitgestaltung beim Gemeindefest)
-Kirchengemeinde Voerde-Möllen
-Sozialarbeiter der Schule
-Tafel e.V. Dinslaken
-Polizei Wesel im Rahmen der „Coolness-AG“
-Berufsvorbereitung mit mittelständischen Unternehmen aus dem Nahbereich
-Faure-Stiftung
-Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe
Das Ziel ist es, das bestehende Netzwerk zu festigen und weiter auszubauen. Die Schule ist in Zusammenarbeit mit uns um Kooperationen mit anderen Einrichtungen sowie Sponsoren bemüht.
Kontakt mit der JKS :
www.janusz-korczak-schule-voerde.de
Peerdsbuschweg 54 46562 Voerde
Postanschrift: Schlesierstr. 31 46562 Voerde
Tel.:02855-2762 Fax:02855-932793
Kontaktdaten Übermittagsbetreuung
Leitung:
Önay Duranoez
Tel.: 0174-4208190
Email: dksb.duranoez@t-online.de
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